Andere Länder, andere Sitten
22. Februar 2017

      Kommentare deaktiviert für Andere Länder, andere Sitten
22. Februar 2017

Das Leben hier in Australien ist zwar in vielen Bereichen ähnlich wie in der Schweiz und doch gibt es einige Dinge, die hier anders laufen, als wir es von «zu Hause» gewohnt sind. 🙂
Die Autobenützung ist zum Beispiel sehr zu vergleichen mit Amerika. Man nimmt eigentlich für alles das Auto (natürlich auch wegen den grossen Distanzen und der Hitze). Morgens so um halb 9 Uhr beginnt der grosse Verkehr, wo fast alle die etwas weiter weg wohnen ihre Kinder mit dem Auto in die Schule bringen. Luki fährt netterweise mit dem Velo die 10km zum Flugplatz und so kann ich ganz Aussie like (Aussie = Bezeichnung für die Australier) das Auto benützen. Und es gehört für mich bereits schon zum Alltag, den Motor gleich anzulassen, damit die Klimaanlage schon kühlen kann, bevor ich die Kinder einlade.
Der Abfall wird hier in Mareeba nicht getrennt und so werfen wir mit einem etwas speziellen Gefühl alle Gläser, Petflaschen, Batterien, etc. in den Abfall. Beim Einkaufen haben wir (auch dank der Hilfe unserer Schweizer Freunde) so langsam den Dreh raus wo man welche Produkte findet oder kaufen kann. Beispielsweise findet man den Blätterteig im Gefrierfach, den Vanillezucker bei den Gewürzen, das Herbamare Gewürz (gibt es hier echt :-)) in der Abteilung Gesundheit. Als Luki jemanden fragte wo denn der Kartoffelstock sei, hat ihm der Verkäufer(!) beschrieben wie man den Kartoffelstock selber machen kann. 😉 Den Kartoffelstock haben wir bis jetzt noch nicht gefunden. Auch ist es ganz normal, dass die Verkäuferin die eingekaufte Ware gleich selber in viele kleine Plastiksäcke einpackt und man mit einem Berg Plastiksäcke aus dem Laden läuft (sie nehmen aber auch den mitgebrachten Sack 🙂 ). Fragt man eine Verkäuferin nach einem Produkt, kann es gut sein, dass sie den Tipp gibt, es im Laden XY zu kaufen, da es dort billiger sei. Ist uns in der Schweiz so noch nie passiert. 🙂
An solchen vielen kleinen Unterschieden merken wir immer wieder, wie fest wir an die Gepflogenheiten der Schweiz gewöhnt sind. Aber eben: andere Länder, andere Sitten.