Letzten Mittwoch konnte ich erfolgreich meinen Flugtest für die Privatpilotenlizenz absolvieren. 🙂 Ich bin sehr froh und dankbar damit nun meine Privatpilotenlizenz zu haben. Mit dieser Lizenz könnte ich nun in ganz Australien herumfliegen. Ich werde mich aber vorerst auf die nähere Umgebung beschränken. 🙂
In den letzten Wochen vor dem Test habe ich einige sogenannte Crosscountry Flüge absolviert. D. h. Ich habe die nähere Umgebung des Flugplatzes verlassen und bin weitere Strecken geflogen. Zuerst ein paar Flüge mit einem Fluglehrer und anschliessend alleine. Die weiteste Strecke ging dabei ins 240km entfernte Georgtown. Es war toll, diese Flüge absolvieren zu können.
Das zweite neue in dieser Phase der Ausbildung war das Fliegen im überwachten Luftraum. Im überwiegenden Teil Australiens fliegt man in unüberwachtem Luftraum und ist selber für die Separation zu anderen Flugzeugen verantwortlich. D. h. man hat keinen Kontakt zur Luftraumüberwachung. Mareeba ist wegen seiner Nähe zu Cairns nahe am überwachten Luftraum. So habe ich im Rahmen der Ausbildung vier Flüge nach Cairns absolviert. Dabei bekam ich verschiedene Anweisungen von den Fluglotsen wie ich den Flughafen anzufliegen habe. Der Fünfte Flug nach Cairns war dann im Rahmen des Flugtests. Es war für mich (und ist es immer noch!) recht herausfordernd diese Funksprüche der Fluglotsen, die zum Teil schnell in australischem Englisch reden, zu verstehen und korrekt zu repetieren.
Die Prüfung beinhaltete zuerst einen einstündigen mündlichen Teil und dann den eigentlichen Flugtest. Dieser dauerte über drei Stunden und führte zuerst von Mareeba nach Cairns, von dort nordwärts der Küste entlang und dann ins Landesinnere und wieder zurück nach Mareeba. Neben dem Fliegen der geplanten Route gab es immer wieder neue Aufgaben zu erledigen. So musste ich beispielsweise eine Strecke «unter dem Hut», damit ich nur auf die Instrumente sehe und nicht nach draussen schauen kann, absolvieren und anschliessend, als ich wieder sehen konnte, herausfinden wo wir sind. Oder ich hatte einen simulierten Motorenausfall während dem Flliegen und einmal nach einem take-off. Ich musste Starts und Landungen in div. Konfigurationen absolvieren und noch andere Flugmanöver zeigen. Es war also anstrengend und ich war nicht mit allem zufrieden, aber umso mehr froh, habe ich bestanden. 🙂
In den nächsten Wochen geht es nun, neben dem Vorbereiten und absolvieren der nächsten Theorieprüfungen für die Berufspilotenlizenz, darum, Flugerfahrung zu sammeln. Ich werde also viele Flüge absolvieren können. Zudem werde ich ziemlich bald mit dem Nachtflug beginnen.
Privatpilotenlizenz
29. Mai 2017
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