Berufspilotenlizenz (CPL)
30. November 2017

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30. November 2017
  • Flugroute CPL-Prüfung

Am Dienstag 28. November konnte ich meine praktische Prüfung für die Berufspilotenlizenz (CPL) absolvieren. Nachdem ich alle 7 Theorieprüfungen absolviert und die notwendigen Flugstunden gesammelt hatte, war das noch der letzte Schritt zur CPL.

Am Morgen um 8 Uhr ging es los. Ich bekam die Flugroute um die Flugplanung machen zu können. Dafür hatte ich eine Stunde Zeit. Das Wetter konnte ich schon vorher studieren und so ging es vor allem darum die Distanzen und Richtungen (unter Berücksichtigung des Windes) zu berechnen und auf meiner Karte einzutragen, die Flughöhen zu Planen und mich auf den Flug vorzubereiten. Anschliessend hatte ich eine Stunde mündliche Befragung durch den Prüfungsexperten.
Um 10 Uhr habe ich dann die Flugzeugkontrolle (muss jeden Tag vor dem ersten Flug gemacht werden) unter Beobachtung des Prüfungsexperten gemacht. Nach einer kurzen Pause ging es dann etwas nach 11 Uhr los mit dem Flug. Um 11.40 Uhr bin ich in Richtung Cairns abgehoben. Trotzdem, dass wir zu einer Verkehrsreichen Zeit nach Cairns geflogen sind, konnte ich ohne Wartezeiten mein Touch and Go (Landen und gerade wieder Starten) in Cairns absolvieren. Etwas schwieriger war das Wetter. So habe ich mich während des Anfluges auf Cairns entschieden meine Route zu ändern und nicht wie gefordert und geplant nordwärts der Küste entlang zu fliegen, sondern wieder gegen den Westen die Flughafenzone und den kontrollierten Luftraum zu verlassen. Dieser Hügeleinschnitt im Westen von Cairns ist bei schlechtem Wetter oftmals der einzige Ort die Hügelkette im Sichtflug zu überqueren. Auch im weiteren Verlauf des Fluges musste ich Wolken und Regenschauern umfliegen.
Im Verlauf des Fluges musste ich unter Anderem ohne GPS navigieren, nur mit den Instrumenten fliegen (keine Sicht nach draussen), anschliessend anhand der Flugzeit ohne Sicht nach draussen und der geflogenen Richtung herausfinden wo ich mich befinde und die Richtung und benötigte Zeit zu einem neuen Ziel berechnen, diverse Landungen absolvieren (bspw. bei einem simulierten Motorausfall ohne Motor landen), div. Flugmanöver absolvieren, …
Um 14.47 bin ich dann erschöpft aber mit einem relativ guten Gefühl wieder in Mareeba gelandet. Nach einem Debriefing durch den Experten habe ich dann die Gewissheit erhalten, dass ich die Prüfung bestanden habe. 🙂

Ich bin überglücklich und sehr dankbar nach 10 Monaten harter Arbeit nun die Berufspilotenlizenz zu haben. Es ist zwar «nur» ein Zwischenziel und es geht gleich weiter mit dem Lernen fürs Instrumentenflug Rating, aber trotzdem, ist es ein wichtiger Meilenstein.