Grättimänner backen mit den Yongu
9. Dezember 2018 | Daniela

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9. Dezember 2018 | Daniela
  • Grättimaa backen

Am 6. Dezember hatte ich die Gelegenheit in der Spielgruppe den Müttern mit ihren Kindern etwas von der Schweiz zu erzählen. Ich zeigte ihnen Bilder aus der Schweiz mit traditioneller Jodlermusik im Hintergrund. Anschliessend ging es ans Grättimänner backen. Die Frauen waren interessiert und begeistert dabei. Aus Brotteig etwas formen, das hatten sie bisher noch nie gemacht. Da sie hier keine Hefe kaufen können (aus Hefe kann Alkohol hergestellt werden und ist deshalb hier auf der Insel nicht erhältlich) kennen sie diese Art von Brot gar nicht.  Es war ein toller Morgen, der etwas dazu beigetragen hat, ihr Vertrauen zu gewinnen und Hemmungen abzubauen. Nächste Woche bringe ich wieder Teig mit. Aber diesmal wird etwas nach Elcho Stil geformt. Fische, Schildkröten, Krokodile oder was ihnen sonst gerade einfällt :-). Ich freue mich darauf. 

Gartenprojekt
21. November 2018 | Daniela

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21. November 2018 | Daniela

  • Mangos

Im Rahmen von unserem «Homechindsgi» haben wir in den letzten Wochen einen kleinen Garten angelegt. Die Kinder durften mitbestimmen was sie gerne ansäen möchten. So haben wir beispielsweise Gurken, Mais, Peperoni, Karotten und Salat angepflanzt. Jedes der Kinder hat seinen eigenen Plastiktopf- Minigarten. Jeden Morgen wird mit viel Interesse und Begeisterung nachgeschaut was schon wieder gewachsen ist oder wie gross die Gurke geworden ist. Und da wir ja in den Tropen wohnen haben wir unseren Garten jetzt neu mit für uns recht exotischen Früchten aufgepeppt :-). So freuen wir uns darauf, in den nächsten Monaten vielleicht auch noch Passionsfrüchte, Bananen oder Ananas zu ernten. Der Weg ist noch weit und viel Wassergeben zurzeit notwendig (Regenzeit beginnt bald). Zumindest können wir bereits frische Mangos geniessen, die an den Bäumen, an unserer Strasse wo wir wohnen, wachsen.

Ausflug mit der Spielgruppe
9. September 2018 | Daniela

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9. September 2018 | Daniela

  • Ausflug Spielgruppe

Hier in Galiwin’ku (so heisst das Dorf oder eben Community) gibt es eine Spielgruppe und eine Schule. Die Spielgruppe ist für Mütter mit Kindern im Alter von 0-4 Jahren. Ich besuche im Moment mit unseren drei Kindern die Spielgruppe. Sie wird mit viel Liebe und Engagement von einer jungen weissen Australierin geleitet. Die Spielgruppe wird rege besucht und so kommen bis zu 20 Frauen mit ihren Kindern pro Morgen. Kaum hier und schon durften wir an einem Ausflug in den Busch teilnehmen. Die Fahrt mit dem alten Schulbus fanden unsere Kinder besonders toll. Dort angekommen gab es für die Kinder eine Bienen-Schatz suche. Mit einem süssen (Honig) Schatz :-). Das Mittagessen wurde vorbereitet. Fisch, Gemüse und Fladenbrot wurden auf dem Feuer gebraten. Es war spannend für uns mitzuerleben, was für eine Technik sie dazu gebrauchen. Uns allen hat dieser Ausflug gefallen und es war ein erster Schritt, etwas von der Kultur der Yolngu mit zu erleben.

Umzug nach Elcho Island
20. August 2018 | Daniela

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20. August 2018 | Daniela

  • Umzug nach Elcho Island

Am Samstag 11. August war es soweit und wir zogen von Nhulunbuy nach Elcho Island in eine Community (Galiwin’ku). Es ist eine sehr abgelegene Insel, die nur mit dem Flugzeug zu erreichen ist. Sie ist ca. 50km lang und 8km breit und hat etwa 3’000 Einwohner. Und so kam es, dass wir zum ersten Mal Mithilfe eines Flugzeugs zügelten :-). Von Kleidern, über Spielsachen bis zum Toaster, alles musste im Flugzeug verstaut werden. Wir waren froh, als alles seinen Platz fand und wir unsere Sachen im neuen Haus einräumen konnten.

Erstflug alleine als MAF Pilot
31. Juli 2018 | Lukas

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31. Juli 2018 | Lukas

  • Flüge 31. Juli 2018

Heute 31. Juli hatte ich meinen ersten Fug alleine als MAF Pilot.
Am Morgen hatte ich den Auftrag zwei Lehrerinnen von Gove in zwei verschiedene Homelands zu bringen. Anschliessend flog ich zurück nach Gove um mich auf den nächsten Flug vorzubereiten. Das heisst ich habe die Flugplanung gemacht, das Flugzeug neu aufgetankt und mein Mitagessen gegessen.
Der zweite Flug führte mich ins ca. 200km entfernte Ramingining. Mit diesem Flug habe ich, im Auftrag des Regionalspitals Gove, 6 Passagiere zurück an Ihren Wohnort gebracht. Schliesslich musste ich im Anschluss wieder zurück nach Gove fliegen. Somit ging mein erster Tag als MAF Pilot zu Ende. Müde aber gutgelaunt habe ich mein Flugzeug parkiert und die notwendige Papierarbeit erledigt.

Impressionen Nhulunbuy
23. Juli 2018 | Lukas

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23. Juli 2018 | Lukas

  • Nhulunbuy

Seit ein paar Wochen sind wir nun vorübergehend in Nhulunbuy, bevor wir dann nach Galiwin’ku auf Elcho Island umziehen.

Nhulunbuy wurde wegen der Bauxit Mine gegründet und deshalb leben viele weisse Minenarbeiter mit ihren Familien hier (ca. 3’000 Menschen). Es gibt zwei Schulen, einen Lebensmittelladen (überschaubares Angebot, aber ausgestattet mit allen nötigen Lebensmitteln). Weiter hat es ein Spital, eine Post, ein paar Autogaragen und eine Tankstelle, einen Bankautomaten, eine Polizeistation, drei Kirchen, eine Bibliothek und einen Swimmingpool. Es lässt sich hier gut leben und ist gar nicht so anders als in Mareeba. Einfach viel abgelegener und mit viel limitierten Einkaufs- und Freizeitmöglichkeiten. 🙂

Reise nach Arnhemland
2. Juni 2018 | Lukas

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2. Juni 2018 | Lukas

  • Reise nach Arnhemland

Letzte Woche war es soweit. Nach sieben Tagen unterwegs sein, 3250 gefahrenen Kilometern und dabei 480 Liter verbrauchtem Diesel bin ich in Nhulunbuy angekommen.

Tag 1 | Mareeba -> Leichhardt Lagoon

Am ersten Tag hat die Reise um 6.30 Uhr in Mareeba begonnen. Die Reise führte mich an diesem Tag an die Leichhardt Lagoon wo ich die erste Nacht verbrachte. Die Landschaft war noch sehr abwechslungsreich und die Strassen in gutem Zustand. Geplant war eigentlich bis Croydon zu fahren. Da alles sehr gut und zügig verlief, habe ich mich dazu entschlossen, noch ein paar Kilometer anzuhängen und bin bis an die Leichhardt Lagoon gefahren. Der Campingplatz an der Leichhardt Lagoon war mitten im Busch und sehr einfach. Ausser mir hatte es vor allem Rentner, sogenannte Grey Nomads.

Tag 2 | Leichhardt Lagoon -> Mount Isa

Die zweite Etappe führte mich via Cloncurry nach Mount Isa. In beiden Ortschaften gab es Tankstellen und Lebensmittelgeschäfte. So habe ich mich nochmals mit dem Nötigsten eingedeckt. Auch habe ich die Chance nochmals gepackt und habe mich im MC Donalds «verköstigt» (In Arnhemland gibt es nichts dergleichen).

Tag 3 | Mount Isa -> Barkly Homestead

Von Mount Isa ging es weiter Richtung Barkly Homestead. Die Landschaft wird langsam aber sicher flacher und eintöniger. Es ist aber trotzdem sehr beeindruckend die sich laufend veränderte Landschaft zu beobachten. Die Landschaft findet einfach nicht innerhalb 10 km sondern 100km statt. 🙂 Die Strasse wurde der Gegend entsprechend eintöniger und langweiliger zu fahren. Bis 5 Km vor Barkly Homestead verlief alles sehr gut und ich kam gut voran. Doch dann, plötzlich, schwarzer Rauch und scheinbar reduzierte Leistung. Nach kurzem Halt und Ölkontrolle bin ich dann vorsichtig die verbleibenden 5 km nach Barkly Homestead gefahren. Was nun? Glücklicherweise hatte es in Barkly Homestead Natelempfang. So habe ich mich, nach telefonischem Rat, entschlossen, am nächsten Tag die Reise fort zu setzen und zu schauen, wie sich das Auto verhält. Dabei war gut zu Wissen, ein Satelliten Telefon zur Verfügung zu haben, sollte ich es nicht bis ins 200km entfernte Tennant Creek schaffen. 🙂

Tag 4 | Barkly Homestead -> Elliott

Mit einem etwas mulmigen Gefühl habe ich meine nächste Etappe in Angriff genommen. Geplant war gewesen bis nach Elliott zu fahren. Zwischenziel war jedoch aufgrund der Umstände Tennant Creek. Das Auto hat die Reise nach Tennant Creek gut mitgemacht. Es hat zwischendurch etwas schwarz gequalmt und ich habe mich auf 80km/h beschränkt.
In Tennant Creek angekommen habe ich mich auf die Suche nach einer Autogarage gemacht. Zwei der drei Autogaragen konnten mir einen Termin in einer Woche anbieten. Der dritte Mechaniker hat sich aber meinem Problem angenommen und das Auto kurz angeschaut. Um es kurz zu machen: Der Motor tönt und schaut gut aus und etwas schwarzer Rauch bei einem Dieselauto kann vorkommen. Ich solle 10 km südwärts und wieder zurück fahren, das Auto jedoch nicht mehr schonen, sondern voll beschleunigen und wenn das funktioniert meine Reise fortsetzen. Auch für die Reise nach Nhulunbuy hatte er grundsätzlich keine Bedenken, solange es nicht schlechter wird. Ich habe dann noch meinen Mechaniker in Mareeba angefragt, was er dazu meint. Auch er kam zum gleichen Schluss. 😉 So habe ich die Fahrt Richtung Elliott fortgesetzt. 🙂

Tag 5 | Elliott -> Mataranka

Da ausser schwarzem Rauch zwischendurch, vor allem beim Beschleunigen, das Auto gut zu laufen scheint, habe ich mich entschlossen wie geplant nach Mataranka zu fahren. Eine Option wäre noch gewesen den Umweg nach Katherine zu machen um das Auto nochmals checken zu lassen.
In Mataranka hatte ich aufgrund der kurzen Etappe noch Zeit ein Bad in den Bitter Springs (heisse Quellen) zu nehmen.

Tag 6 | Mataranka -> Mainoru Store

Am sechsten Tag hatte ich eigentlich nur eine kurze Etappe vor mir. Ziel war der 250 km entfernte Mainoru Store, der an der Central Arnhem Road liegt.
Doch bereits nach kurzer Zeit auf der Naturstrasse (600 km bis Nhulunbuy) zeigte sich, dass das Auto (schwer beladen + Anhänger) auf dieser Strasse in diesem Zustand am Limit ist. Das ständige Abbremsen und Anfahren (viele Floodways) setzte zu. Und so ging es nicht mehr so gut vorwärts wie bisher auf dem Highway. Langsam aber sicher machten sich Zweifel breit, ob der Entscheid zu fahren richtig war. 😉
Hauptziel war nun einmal zum Mainoru Store zu kommen und dann weiter zu schauen was ich machen will. Dieses Ziel habe ich dann auch erreicht. Aber einige Male hatte das Auto zu wenig Kraft um den Hügel zu erklimmen und ich musste einen Zwischenstopp einlegen, bevor es weiter ging.
Nach Luftfilter und Schläuchen kontrollieren und Warten (ca. 2h) kam dann einer vorbei, der wie es sich herausstellte, ein Mechaniker von Nhulunbuy ist. Er hat das Auto dann angeschaut, mit dem gleichen Resultat. Der Motor tönt und sieht gut aus, und es könne nicht mehr kaputt gehen als bereits kaputt ist. 😉
Da er selber ein Problem habe (Reservereifen bereits verbraucht und seinen alten Vater im Auto ;-)), wolle er langsam die Nacht durchfahren und schlägt vor, dass wir das ja zusammen machen könnten und so bei Bedarf einander helfen könnten. So sind wir dann losgefahren. Zu Beginn versuchte er ein paar Sachen am Auto aus, konnte aber nichts verbessern. Mit etwas Erfahrung wie ich das Auto am besten fahren muss und je nach Strassenzustand konnte ich bis zu 40 km/h fahren. Zum Teil, starb aber auch der Motor ab, oder ich kam nur noch im Schritttempo voran.
Aber, und dafür bin ich sehr dankbar, nach über 15 Stunden durch die Nacht, zum Teil bei Regen, zum Teil bei wunderbarem Sternenhimmel, entlang von Buschfeuern, … bin ich mit Auto und Anhänger in Nhulunbuy angekommen. Es war auf den letzten 480 km ein echtes Abenteuer, das aber gut geendet hat! Ich bin zur Überraschung Aller, sogar früher als geplant angekommen. 🙂
So konnte ich am nächsten Tag wie geplant meine Familie in Empfang nehmen! 🙂

übrigens:

Beim Auto wurde als erste Massnahme der Dieselfilter gewechselt. Bis jetzt scheint dies das Problem gelöst zu haben. 🙂 Richtig bestätigen (oder eben nicht) wird sich das jedoch vermutlich erst nach einer Weile oder wenn wir das erste Mal wieder etwas ans Limit gehen werden. Wäre natürlich toll, wenn es nur das gewesen ist!