Airstrip Development
5. November 2020 | Lukas

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5. November 2020 | Lukas
  • Airstrip Development Tansania

Im August und September hat MAF Tansania dringend notwendige Arbeiten an diversen Landebahnen vorgenommen. Es ging darum die Oberfläche zu verbessern, Markierungen zu erneuern und sicherzustellen, dass die Landebahnen wieder die originale Länge aufweisen. MAF Tansania hat ein Airfield Development (AFD) Team. Normalerweise erstellt das Team neue Landebahnen damit MAF an neue Orte gelangen kann. In diesem Fall ging es nun aber darum bestehende Landebahnen wieder in einen besseren Zustand zu versetzen. MAF hat dazu einen ehemaligen Militär 4×4 Lastwagen zur Verfügung, der vor einigen Jahren importiert werden konnte. Damit wird all das Gerät (inkl. Kompaktlader) und Material an den jeweiligen Ort transportiert. Dass die Landebahnen in gutem Zustand sind ist sehr wichtig für uns Piloten, damit wir sicher operieren können. Die Landebahnen zu unterhalten ist grundsätzlich Aufgabe der jeweiligen Dörfer, die von unserer Arbeit profitieren. Leider ist es immer etwas eine Herausforderung, dass dies zufriedenstellend gemacht wird. Die meisten Landebahnen werden nur einmal pro Monat von uns angeflogen. Die restliche Zeit benutzen die Leute und das Vieh, nicht zur Freude der Piloten, die schöne Fläche. Dies hat dann oftmals Pfade, Unebenheiten und mit der Zeit Auswaschungen zur Folge. Leider mussten wir bei diesen Landebahnen feststellen, das der Zustand nicht mehr akzeptabel ist, und MAF etwas unternehmen muss. Dank dem AFD Team konnte diese wichtige Arbeit ausgeführt werden. Die Herausforderung ist nun sicher zu stellen, dass wir in ein paar Jahren nicht wieder gleich weit sind.

Erste Medical Safaris
26. Juli 2020 | Lukas

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26. Juli 2020 | Lukas

  • Haydom Medical Safari Juli 2020 | Gorimba

In den letzten Wochen konnte ich nun die ersten Medical Safaris fliegen. Das Wort Safari bedeutet Reisen in Suaheli. Da wir jeweils für mehrere Tage unterwegs, auf Reise, sind, passt Medical Safari gut zu der Arbeit die MAF hier macht.
Letzte Woche waren wir in Haydom wo MAF mit dem Haydom Lutheran Hospital, einem ehemaligen Missionsspital, zusammenarbeitet. Da ich zurzeit noch mit einem anderen Piloten zusammen fliege haben wir die Safari zusammen unternommen. Das Spital hat ein Gästehaus wo wir übernachten und essen können. Der Standard war zu meinem Glück gut, wenn auch nicht ganz wie in der Schweiz. 😉

Geplant war in diesen 4 Tagen, die wir dort waren, fünf verschieden Dörfer zu erreichen. Wegen sehr starkem und böigem Wind konnten wir in zwei davon jedoch leider nicht landen.

Zwei der Airstrips im Haydom Gebiet gehören der höchsten (schwierigsten) Kategorie an. Das heisst, es sind Landebahnen die beispielsweise nur von einer Seite angeflogen werden können, einen schwierigen Anflug haben oder sonst spezielle Anforderungen haben. Bis ich diese selber anfliegen kann, muss ich zuerst mehr Flugerfahrung hier in Tansania sammeln und dann auch noch spezielles Training absolvieren. So war ich teilweise nur Passagier, was aber auch interessant und lehrreich war.

Am letzten Tag haben wir ein vierköpfiges Team von Haydom ins 80 km entfernte Dorf Gorimba mitgenommen. Der andere Pilot hat das Team unterstützt und ihnen die Impfungen vorbereitet, dass sie möglichst viele Leute betreuen können. Ich habe mich darum bemüht, dass die Schaulustigen dem Flugzeug nicht zu nahe kommen (ist leider etwas ein Problem dort) und die notwendigen Arbeiten (Büsche entfernen, Löcher stopfen, Gras schneiden, … ) zur Verbesserung des Airstrips ausgeführt werden. Es braucht viel Einsatz und Ausdauer von MAF, dass die Airstrips von den jeweiligen Dörfern unterhalten werden. In den meisten Dörfern ist das MAF Flugzeug das einzige Flugzeug das einmal im Monat dort landet. Nach der Regenzeit und nach einer zusätzlichen Corona-Pause gibt es einiges zu verbessern.
An diesem Tag in Gorimba konnten 223 Kinder versorgt, 127 schwangere Frauen untersucht und gesamthaft 485 Impfungen verabreicht werden.

Fliegerische Einführung
18. Juni 2020 | Lukas

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18. Juni 2020 | Lukas
  • Tower Arusha

In den letzten Wochen wurde ich in das Fliegen in Tansania eingeführt. In erster Linie ging es darum, mich an den neuen Flugzeugtyp zu gewöhnen und das Flugzeug zu MAF-Standards fliegen zu können. MAF hat in Tansania zwei Cessna 206 stationiert. Ich konnte diesen Flugzeugtyp bereits in der Ausbildung für die Berufspilotenlizenz etwas fliegen. Grundsätzlich ist das Flugzeug und das Fliegen damit ähnlich wie die GA Airvan die ich in Arnhemland geflogen bin. Die Cessna 206 ist ein altbewährtes Busch- und Missionsflugzeug, das in den letzten Jahren mehrheitlich von der grösseren Cessna Caravan oder der GA Airvan abgelöst wurde. Für die Arbeit in Tansania erledigt es jedoch nach wie vor gute Dienste.
Neben dem Flugzeug geht es auch darum, mich an die zum Teil etwas anderen Abläufe hier und vor allem auch an das neue Gebiet und die damit verbundenen Herausforderungen zu gewöhnen. War es in Arnhemland flach und auf Meereshöhe, hat es hier in Tansania viele Hügel und Berge und die Flugfelder befinden sich in höheren Lagen. Arusha beispielsweise liegt auf 1400 m.ü.M.. Die Höhe der Flugfelder und das Klima beeinflussen die Leistungsfähigkeit des Flugzeugs und müssen bei der Planung berücksichtigt werden.

Helden der Lüfte auf SRF – mit MAF
2. Mai 2020 | Lukas

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2. Mai 2020 | Lukas

Gestern Freitag, 1. Mai hat das Schweizer Fernsehen den ersten Teil der vierteiligen DOK-Serie Schweizer Helden der Lüfte ausgestrahlt. Mit dabei unsere Kollegen von MAF in Osttimor.

Wir sind umgezogen
16. April 2020 | Daniela

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16. April 2020 | Daniela

Nach drei Jahren Australien und davon 1.5 Jahren in Arnhemland sind wir Mitte Februar nach Tansania umgezogen. Es ist wieder ein Hineintauchen in eine ganz neue Welt. Andere Kultur, andere Sprache, andere Mentalität… Es ist auch etwas anstrengend, bis wir uns als Neulinge wieder etwas zurechtgefunden haben. Aber wir wissen, dass wir am richtigen Ort sind, freuen uns auf die vor uns liegende Zeit und sind gespannt was wir alles erleben werden.

Auch hier in Tansania ist das Corona Virus ein Thema. Alle internationalen Flüge sind gestrichen, die Schulen sind geschlossen und vor jedem Laden hat es einen Behälter mit Wasser und Seife um die Hände zu waschen. Im Moment scheint die Lage noch ruhig zu sein und man hört auch nichts von überfüllten Spitälern. Die nächsten Wochen werden zeigen, wie sich die Lage hier weiter entwickelt.

Ausflug ans Bible Camp
17. November 2019 | Daniela

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17. November 2019 | Daniela
  • Bible Camp

Vorgestern durften wir mit der Playgroup eine Exkursion in den Busch machen. Dieser Ort wird Bible Camp genannt, was von den sogenannten Missiondays stammt.
Da wir anfangs nächsten Jahres Elcho Island verlassen und nach Tansania übersiedeln werden, war das auch zugleich unser letzter Ausflug mit ihnen. An einem wunderschönen, vor Krokodilen geschützten Ort durften die Kinder nach Herzenslust baden und spielen. Es gab frischen Fisch und Brot vom Feuer. Wir sind dankbar, durften wir zusammen mit den Yolngu einen unvergesslichen Tag in dieser wunderschönen Natur verbringen!

letzte Ehre
26. Oktober 2019 | Daniela

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26. Oktober 2019 | Daniela
  • Abschied nehmen

Diese Woche durfte ich mit den Kindern ganz kurz bei einer Beerdigung dabei sein. Eine Grossmutter, die mit ihrem Enkel regelmässig in die Spielgruppe kam, war gestorben und so gingen wir als ganze Spielgruppe hin um ihr die letzte Ehre zu erweisen. Eine Beerdigung geht hier bei den Aborigines mehrere Tage und hat einen ganz wichtigen Stellenwert im Leben der Yolngu. Der Sarg wird zuerst noch für ein paar Tage in einem Raum aufgestellt, der liebevoll geschmückt und mit Fotos der Verstorbenen verziert ist. Familien-/ Clanmitglieder und Freunde können sich in Ruhe verabschieden. Es gibt bei der Beerdigung immer wieder Tanz und andere Rituale die nach ganz klaren Regeln und Zeiten durchgeführt werden. Und so schritten wir zu christlicher Worship Musik als Spielgruppe mit einem Plakat in der Hand zum Sarg. Für mich war es ein sehr eindrückliches Erlebnis. Es hat mich sehr berührt zu spüren, dass es ihnen wichtig war, dass ich als Fremdling auch mit dabei war. Sie haben sich herzlich bedankt, dass ich gekommen bin.

Footballspiel in Galiwin’ku
30. September 2019 | Lukas

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30. September 2019 | Lukas
  • Football Galiwin'ku

Recycling auf Elcho Island
2. Juni 2019 | Daniela

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2. Juni 2019 | Daniela
Recycling-Day Galiwin’ku

In den letzten Tagen waren unsere Kinder damit beschäftigt, PET-Flaschen und Alu-Dosen zu sammeln. Das Council (so etwas wie die Gemeindsverwaltung) organisierte am Samstag einen Tag wo man alle Flaschen und Dosen mit Depot zurückbringen konnte und gleich das Geld dafür bekam. Normalerweise ist Recycling hier im abgelegenen Galiwinku nicht möglich. Aller Abfall wird deponiert und dann angezündet. Leider liegen die Flaschen überall herum, achtlos weggeworfen gerade dort wo man die Flasche geleert hat. Für unsere Kinder war die ganze Aktion ein Erfolgserlebnis und sie scheuten keinen Aufwand um auch im tiefsten Graben noch die Flaschen aufzusammeln. Über 80 Flaschen und Büchsen fanden sie.

Anschliessend konnte man gratis Feuerholz, Kartoffeln und einen Känguruhschwanz pro Familie beziehen, um gleich am Strand das Mittagessen über dem Feuer zuzubereiten. Diesen Programmteil überliessen wir  dann den Yolngu. 🙂

Zur Anmerkung: Das viele Trinken von Süssgetränken (nebst dem Fast Food) ist hier bei gross und klein ein sehr grosses Problem. Wir haben vor kurzem mit zwei Zahnärzten gesprochen die auf Elcho Island für zwei Wochen die Kinder untersuchten und präventiv die Eltern schulten. Sie erzählten uns, dass schon Kinder unter zwei Jahren schwarze verfaulte Zähne haben, weil die Eltern ihnen ständig Süssgetränke geben.