MAF Standardisierung
30. April 2018 | Lukas

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30. April 2018 | Lukas
  • MAF Standardisierung | Valley flying

Die letzten fünf Wochen habe ich den MAF Standardisierungs Kurs absolviert. In diesem Kurs ging es darum auf das Fliegen als MAF Pilot vorbereitet zu werden. So absolviert jeder Pilot diesen Kurs bevor er in einem MAF-Programm (Einsatzland) zum Einsatz kommt. Ich habe den Kurs zusammen mit einem Südafrikaner absolviert, der anschliessend im Südsudan stationiert sein wird.
Der erste Teil des Kurses bestand mehrheitlich aus Theorie. Ziel war es, die Grundlagen für das Fliegen als MAF Pilot zu erlernen sowie das notwendige Wissen für das anschliessende Flugtraining zu erlangen.
In einem zweiten Teil ging es darum das Flugzeug kennen zu lernen und fliegen zu können. Ich konnte in diesem Kurs bereits mit dem gleichen Flugzeugtyp, einer GA8 Airvan, fliegen, den ich dann auch in Arnhemland fliegen werde.
Der dritte und letzte Teil ging dann um das operationelle Fliegen als MAF Pilot. Diese Flüge fanden Szenario basiert statt. D. h. es war nicht nur ein Flug von A nach B und zurück. Es war jeweils eine ganze Geschichte dahinter. Damit es für die nächsten Piloten auch noch spannend bleibt, verraten wir hier kein komplettes Szenario. 😉 Ich musste beispielsweise einen Missionar an einen abgelegenen Ort fliegen wo schon lange kein Flugzeug mehr gelandet ist, verletzte Personen abholen, vermisste Kinder die an einem abgelegenen Fluss campierten suchen, usw.. Selbstverständlich lief ein Flug nie so ab wie geplant und so musste ich immer flexibel bleiben und auf Geschehnisse reagieren. Auch das Flugzeug hatte immer wieder simulierte technische Probleme um auch den Umgang damit zu üben.
Diese MAF Standardisierung war sehr lehrreich, extrem spannend und hat Spass gemacht. 🙂
Mit dem Abschluss dieses Kurses bin ich definitiv als MAF Pilot angenommen und kann an den ersten Einsatzort (Arnhemland) wechseln. Bevor ich in Arnhemland als operationeller Pilot arbeiten kann, muss ich zuerst die programmspezifische Einführung absolvieren.

Abschluss Grundausbildung
26. Februar 2018 | Lukas

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26. Februar 2018 | Lukas

Letzten Freitag konnte Lukas mit dem erfolgreichen Bestehen der Instrumenten Rating Flugprüfung die Grundausbildung abschliessen. Wir sind sehr froh und Gott sehr dankbar ist die Ausbildung so gut verlaufen und ist dieser wichtige Meilenstein nach 13 Monaten Flugtraining erreicht.
Jetzt geht es noch darum das MAF spezifische Flugtraining zu absolvieren bevor wir dann an unseren ersten Einsatzort wechseln.

1 Jahr Australien
7. Januar 2018 | Daniela

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7. Januar 2018 | Daniela

Heute vor einem Jahr sind wir ziemlich müde hier in Australien angekommen. Wie schnell doch so ein Jahr vergeht! 🙂

Wenn wir Touristen treffen, die uns fragen wo wir so durchreisen, ist es für mich immer noch ein unwirkliches Gefühl zu sagen, dass wir hier leben. Wer hätte das vor ein paar Jahren gedacht….ich jedenfalls nicht. Vieles hier ist für uns schon ganz normal geworden, und anderes auch nicht…. 😉

Wir gehen immer eingecremt mit Sonnencreme (Schutzfaktor 50) mit Hut und Wasserflasche aus dem Haus. Das Wasser zum Trinken erinnert uns nicht mehr jedes Mal an einen Besuch im Hallenbad (Chlor) (jedenfalls nicht wenn es kalt ist). Wenn die Leute uns mit «How are you?» begrüssen, versuche ich meistens nicht mehr eine tiefsinnige Antwort darauf zu geben (bedeutet oft einfach so viel wie Hallo). Beim Einkaufen werden die Produkte in Unmengen von Plastiksäcken abgepackt (das macht gleich der Kassier selber) – wir fallen auf mit unseren Migros Taschen… . Das Toastbrot verstauen wir im Kühlschrank, da es wegen der Luftfeuchtigkeit sonst schnell schimmeln würde. Die Kindergartenkinder dürfen nicht alleine ohne Eltern in den Kindergarten laufen. Wir laufen eigentlich alle nur in Flip Flops herum (ausser Lukas wenn er arbeitet und Leana weil sie nur barfuss laufen will). Und so könnte ich noch einiges aufzählen (lasse es jetzt aber bleiben 😉 ).

Wir sind sehr dankbar, wenn wir auf das letzte Jahr zurück schauen und sind sehr gespannt was uns alles im Jahr 2018 erwartet!

Frohe Festtage
23. Dezember 2017

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23. Dezember 2017

Wir wünschen frohe Weihnachten und einen guten Start ins 2018 und bedanken uns für all die Unterstützung und das Interesse im Jahr 2017!!!

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Berufspilotenlizenz (CPL)
30. November 2017

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30. November 2017
  • Flugroute CPL-Prüfung

Am Dienstag 28. November konnte ich meine praktische Prüfung für die Berufspilotenlizenz (CPL) absolvieren. Nachdem ich alle 7 Theorieprüfungen absolviert und die notwendigen Flugstunden gesammelt hatte, war das noch der letzte Schritt zur CPL.

Am Morgen um 8 Uhr ging es los. Ich bekam die Flugroute um die Flugplanung machen zu können. Dafür hatte ich eine Stunde Zeit. Das Wetter konnte ich schon vorher studieren und so ging es vor allem darum die Distanzen und Richtungen (unter Berücksichtigung des Windes) zu berechnen und auf meiner Karte einzutragen, die Flughöhen zu Planen und mich auf den Flug vorzubereiten. Anschliessend hatte ich eine Stunde mündliche Befragung durch den Prüfungsexperten.
Um 10 Uhr habe ich dann die Flugzeugkontrolle (muss jeden Tag vor dem ersten Flug gemacht werden) unter Beobachtung des Prüfungsexperten gemacht. Nach einer kurzen Pause ging es dann etwas nach 11 Uhr los mit dem Flug. Um 11.40 Uhr bin ich in Richtung Cairns abgehoben. Trotzdem, dass wir zu einer Verkehrsreichen Zeit nach Cairns geflogen sind, konnte ich ohne Wartezeiten mein Touch and Go (Landen und gerade wieder Starten) in Cairns absolvieren. Etwas schwieriger war das Wetter. So habe ich mich während des Anfluges auf Cairns entschieden meine Route zu ändern und nicht wie gefordert und geplant nordwärts der Küste entlang zu fliegen, sondern wieder gegen den Westen die Flughafenzone und den kontrollierten Luftraum zu verlassen. Dieser Hügeleinschnitt im Westen von Cairns ist bei schlechtem Wetter oftmals der einzige Ort die Hügelkette im Sichtflug zu überqueren. Auch im weiteren Verlauf des Fluges musste ich Wolken und Regenschauern umfliegen.
Im Verlauf des Fluges musste ich unter Anderem ohne GPS navigieren, nur mit den Instrumenten fliegen (keine Sicht nach draussen), anschliessend anhand der Flugzeit ohne Sicht nach draussen und der geflogenen Richtung herausfinden wo ich mich befinde und die Richtung und benötigte Zeit zu einem neuen Ziel berechnen, diverse Landungen absolvieren (bspw. bei einem simulierten Motorausfall ohne Motor landen), div. Flugmanöver absolvieren, …
Um 14.47 bin ich dann erschöpft aber mit einem relativ guten Gefühl wieder in Mareeba gelandet. Nach einem Debriefing durch den Experten habe ich dann die Gewissheit erhalten, dass ich die Prüfung bestanden habe. 🙂

Ich bin überglücklich und sehr dankbar nach 10 Monaten harter Arbeit nun die Berufspilotenlizenz zu haben. Es ist zwar «nur» ein Zwischenziel und es geht gleich weiter mit dem Lernen fürs Instrumentenflug Rating, aber trotzdem, ist es ein wichtiger Meilenstein.

Flugsafari nach Arnhemland
23. Oktober 2017

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23. Oktober 2017

Vom 12. bis 19. Oktober haben wir im Rahmen der Ausbildung eine Flugsafari nach Arnhemland gemacht. Ein anderer Flugschüler, seine Ehefrau, ein Fluglehrer und ich sind mit zwei Flugzeugen (Cessna 172) nach Arnhemland und wieder zurück geflogen.

Am Donnerstag, 12. Oktober sind wir morgens in Mareeba gestartet und haben die ersten 500km von ca. 3250km in Angriff genommen. An diesem ersten Tag sind wir via einem Tankstopp in Normanton nach Karumba geflogen. Karumba liegt am Golf von Carpentaria und ist für seinen Fischfang bekannt. So haben wir uns Fish and Chips zum Nachtessen nicht entgehen lassen.

Am Freitag stand die nächste Etappe von Karumba via einem Mittagshalt in Domadgee nach Borroloola auf dem Programm. Die Stationen haben wir so geplant, dass wir immer genügend AVGAS (Flugbenzin) im Tank haben. Macht ja Sinn, oder?  😉 Da die Winde gut waren, haben wir auf einen zusätzlichen Tankstopp in Burketown verzichtet. Es gehört auch zur Ausbildung, dass man nicht immer beliebig viel Benzin als Marge mitführen kann. Oftmals ist es ein Abwägen zwischen geladener Last (Passagiere und Fracht) und Treibstoff an Board. Von Domadgee nach Borroloola war die Marge minimal und es war deshalb umso wichtiger den Treibstoffverbrauch gut zu beobachten um frühzeitig zu entscheiden, ob wir nach Borroloola fliegen können oder allenfalls umkehren müssen. Ein grosses Buschfeuer unterwegs (eigentlich nichts besonderes) und der damit verbundene Rauch hat das ganze noch etwas erschwert. Ich habe mich entschieden den Rauch etwas zu umfliegen während das andere Flugzeug höher gestiegen ist und den Rauch überflogen hat. Beide Varianten haben schliesslich zum Ziel geführt. Wir haben beide Borroloola mit etwas Marge und vor allem mit der gesetzlich vorgeschriebenen Reserve im Tank erreicht. Das heisst auch wenn wir die Marge aufgebraucht hätten, wäre uns der Treibstoff noch nicht sofort ausgegangen. Es ist vorgeschrieben immer mindestens 45 Minuten Reservetreibstoff mitzuführen um in Notfällen oder Unvorhergesehenem eben eine Reserve zu haben. Hat man diese 45 Minuten nach einer Landung jedoch nicht mehr im Tank gibt es einiges an Papierarbeit zu erledigen. Das heisst, auch wenn ich von wenig Marge schreibe, hatten wir mindestens noch zusätzliche 45 Minuten Treibstoff an Board, womit wir, falls wir in Borroloola beispielsweise wegen dichtem Rauch nicht hätten Landen können, auf einem andern Airstrip sicher landen hätten können. Am Limit heisst also in diesem Falle noch nicht nahe am Absturz! 🙂

Am Samstag hiess es um 5 Uhr aufstehen um die Etappe nach Arnhemland in Angriff zu nehmen. Das Ziel war vor dem Mittag dort zu sein, damit unser Fluglehrer am Nachmittag noch Piloten unterrichten konnte. Dank relativ gutem Wetter bin ich um 10.39 Uhr auf dem Gove Airport gelandet.

Die nächsten drei Tage haben wir in Gove (Arnhemland) verbracht. Sehr interessant für mich war, dass ich zweimal mit einem MAF-Piloten auf einen Flug mitgehen konnte. Ich hatte somit die Möglichkeit, einen Einblick zu erhalten, was mich etwa erwarten wird, falls ich nächstes Jahr auch dort im Einsatz sein werde. Aber bevor es soweit ist, gilt es noch ein paar Prüfungen zu bestehen. 🙂
Ich habe in dieser kurzen Zeit einen Einblick erhalten, dass die Arbeit von MAF wirklich notwendig ist. Speziell das erste besuchte Homeland (Aboriginal Siedlung) zeigte, dass die Ureinwohner auf Hilfe und Unterstützung angewiesen sind. Die Distanzen ohne Flugzeug sind einfach fast unüberwindbar. MAF ist seit über 40 Jahren für die Aborigines im Einsatz und fliegt zurzeit mit 13 Flugzeugen täglich verschiedenste Einsätze.

Am Mittwoch sind wir dann wieder aufgebrochen um den Rückweg nach Mareeba in Angriff zu nehmen. Infolge des schlechteren Wetters mussten wir ein paar Anpassungen unserer Flugroute vornehmen. Müde, aber dankbar sind wir nach einer ereignisreichen Woche am Freitagmittag wieder in Mareeba gelandet. Es war für mich fliegerisch sehr interessant, toll einen Einblick in das Programm in Arnhemland zu erhalten und nicht zu Letzt war die Natur mit dieser Weite, den Flüssen und Farben sehr beeindruckend.
Diese Flugsafari wird sicher als ein, wenn nicht das Highlight, meiner Ausbildung in Erinnerung bleiben!

Swiss Day in Australia
9. September 2017

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9. September 2017
  • Mountainbike WM Cairns 2017

Vom 5. bis 10. September 2017 findet in Cairns die Mountainbike Weltmeisterschaft statt. Also praktisch vor unserer Haustüre. Diese Chance wollten wir uns nicht entgehen lassen und so haben wir den heutigen Tag im Renngelände verbracht und die vielen Schweizer Fahrerinnen und Fahrer angefeuert.
Es war eindrücklich diese Sportler von Nahe in Aktion zu sehen. Umso toller war es natürlich auch, weil es in allen drei Rennen einen Schweizer Sieg gegeben hat. Sowohl bei den U23 Frauen wie auch bei den Elite der Frauen und Herren konnten «WIR» den Sieg für uns verbuchen.
Es hatte auch neben den Rennfahrern einige Schweizer und so fühlten wir uns heute fast ein wenig wie in der Schweiz. 🙂

Mareeba – Townsville – Mareeba
17. August 2017

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17. August 2017

In den letzten Wochen konnte ich diverse Navigationsflüge absolvieren um die für die Berufspilotenlizenz (CPL) notwendige Flugerfahrung aufzubauen. So habe ich beispielsweise letzte Woche einen Flug nach Townsville gemacht. Es ging dabei hauptsächlich darum, einen mir bisher unbekannten Flughafen in kontrolliertem Luftraum anzufliegen. Sonst gibt es hier im Norden Queenslands nur den Flughafen Cairns in kontrollierten Luftraum. Da dieser praktisch vor der Haustür liegt, bin ich den schon einige Male angeflogen. Auch war das Wetter an diesem Tag interessant für diesen Flug.
Vom Rückflug von Townsville nach Mareeba (via Inisfail) habe ich einen «kurzen» (kurz ist relativ…ist schliesslich doch etwas länger geworden 😉 ) Film gemacht.
Sonst lerne ich zurzeit für mein nächstes CPL-Theorie-Exam und absolviere Nachflüge für mein Night-Rating.

 

Mareeba Rodeo
20. Juli 2017

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20. Juli 2017
  • Mareeba Rodeo 2017

Letzten Samstag waren wir am Mareeba Rodeo, dem Highlight im Jahreskalender von Mareeba. Es war ein grosser Anlass mit Herbstmesse-Charakter mit verschiedenen Ständen und Bahnen und natürlich einer grossen Arena wo das Rodeo stattfand. Es gab Bullriding, Broncoreiten (Reiten auf einem buckelnden Pferd), Barrel Race (Wettreiten um Fässer), Kälber mit Lassos einfangen, etc. Es kam richtige Wild West Stimmung auf und es wurde mir einmal mehr bewusst, dass es etwas ausserhalb von Mareeba grosse Rinderfarmen gibt, wo das «echte Cowboyleben» noch stattfindet.
Die Männer, Frauen und Kinder die dort antraten haben wirklich viel Mut bewiesen. Ein paar Mal gab es gefährliche Situationen bei denen ich (Daniela) wegschauen musste. Dreimal fuhr der Krankenwagen in die Arena um Hilfe zu leisten. Mir haben vor allem die «Helfer» imponiert die beispielsweise den Bullen ablenkten wenn der Bullrider abgeworfen wurde um ihn von Schlimmerem zu schützen. Oder die Männer auf den Pferden die den «Broncoreitern» jeweils zu Hilfe kamen um vom buckelnden Pferd abzusteigen wenn die acht Sekunden vorbei waren.
Am Abend haben meine Eltern, die zurzeit bei uns zu Besuch sind, zu unseren Kindern geschaut und so konnten wir das grosse Wettstreiten zwischen Queensland und New South Wales miterleben. Dabei sind immer zwei Cowboys gegeneinander angetreten. Die Arena war bis auf den letzten Platz gefüllt und so kam tolle Stimmung auf.
Ich muss aber schon zugeben, dass mein Herz für Tiere sich schon fragte, ob das wirklich nötig ist, dass man auf den buckelnden Bullen und Pferden reiten muss…aber das ist wieder ein anderes Thema. 🙂